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So einfach stellst du deinen eigenen Kombucha her

Veröffentlicht am:
November 15, 2022
Autor:
Marleen Meffert

Du liebst Kombucha genauso sehr wie wir und wolltest ihn schon immer mal selbst machen? Das geht jetzt ganz einfach. Dürfen wir vorstellen? Unser neues Kombucha-Kit ist bereit, dir den leckersten Kombucha ganz einfach zu Hause zu zaubern.

Wir schätzen die traditionelle Geschichte von Kombucha und stecken daher neben bester Bio-Qualität viel Liebe in seine Herstellung. Doch das heißt nicht, dass du das nicht auch kannst-ganz im Gegenteil: Vom prickelnden Teegetränk kann jede und jeder profitieren. Seine besonderen Eigenschaften gewinnt das Getränk durch Fermentation, und genau das ist mithilfe des DIY-Kits jetzt möglich!          

 

Das ist in deinem Kombucha-Kit enthalten:

– 1 Schraubglas (1.700 ml) – 1 Baumwolltuch
– 1 Fixierband
– 1 Deckel
– 3 Vlies-Teebeutel
– 300 ml Bio Ansatzflüssigkeit
– 12 g Bio Teemischung
– 90 g Bio Rohrohrzucker
– ein kleines Booklet mit Infos, Tipps und Tricks rund um Kombucha

Damit du genau weißt, wie du dein Kit direkt nutzen kannst, findest du hier eine einfache Anleitung. Legen wir direkt los!👇🏼

 

 


Auf geht‘s: In 10 Schritten zum eigenen Kombucha

 

Schritt 1
Bringe 300 ml Leitungswasser zum Kochen.

Schritt 2
Gebe währenddessen deine Teemischung in einen der Vlies-Teebeutel und zurre den Beutel fest. Spüle dein Schraubglas mit heißem Wasser aus (das verhindert einen Thermoschock und Risse im Glas, wenn du im nächsten Schritt das kochende Wasser hineingibst).

Schritt 3
Gebe nun die 300 ml kochendes Wasser ins Glas und lass den Teebeutel 8 Minuten lang im Wasser ziehen.

Schritt 4
Entferne im Anschluss den Teebeutel und füge den Rohrohrzucker hinzu. Rühre den Tee so lange z.B. mit einem Esslöffel um, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat.

Schritt 5
Gebe nun weitere 900 ml kaltes Leitungswasser in das Gärgefäß.

Schritt 6     
Dein Tee-Zucker-Gemisch hat nun die richtige Temperatur, um die Ansatzflüssigkeit hinzuzufügen. Ein zu heißes Gemisch würde die Mikroorganismen abtöten. Gib die Starterflüssigkeit hinzu und rühre alles gut um.

Schritt 7
Bedecke nun das Gärgefäß mit dem mitgelieferten Baumwolltuch und fixiere es mit dem Gummiband.

Schritt 8          
Das Glas nun an einen lichtgeschützten und warmen Ort stellen. Optimal sind 22 bis 27 °C, dein zukünftiger Kombucha mag es so richtig warm. Falls kein Raum in deiner Wohnung diese Temperatur hat, stelle ihn am Besten neben eine Heizung. Allerdings nicht direkt auf die Heizung, denn über 40 °C werden die Mikroben zerstört.

Schritt 9       
Deine Arbeit ist jetzt erst einmal getan, jetzt ist der Scoby am Zug. Er sollte sich nach einigen Tagen anfangen zu bilden, du solltest dann auf der Oberfläche des Kombuchas eine dünne milchige Schicht erkennen können. Nach ein bis zwei Wochen ist dein Scoby voll ausgewachsen, der Kombucha schmeckt aber noch sehr süß. Nach etwa zwei bis drei Wochen ist dein Kombucha fertig! Zwischendurch kannst du immer mal mit einem sauberen Strohhalm den Status Deines Kombuchas probieren. Ist er noch zu süß? Dann warte noch ein paar Tage und lasse ihn weiter gären.

Schmeckt er dir so richtig lecker und hat eine feine Säure, dann kannst du ihn z.B. in Bügelflaschen abfüllen oder in einer Zweitfermentation aromatisieren oder mit Kohlensäure versehen.

Auch wenn es so einfach klingt, kommen bestimmt ein paar Fragen bei der Herstellung deines ersten Kombuchas auf. Kein Problem-du kannst uns jederzeit kontaktieren, zum Beispiel über Instagram. Da Kombucha ein fermentiertes, lebendiges Getränk mit tobenden Mikroben ist und es bei der Herstellung besondere Prozesse durchläuft, auf die man achten sollte, haben wir für dich ein kleines Q&A mit häufigen Fragen vorbereitet.    

 

 


DIY-Kombucha - Fragen und Antworten

  1. Mein Kombucha schmeckt zu sauer. Was soll ich tun?

    Während der Fermentation wird dein Kombucha immer saurer, da vermehrt Essigsäure produziert wird. Die Faustregel lautet also: Je kürzer der Kombucha fermentiert, desto süßer bleibt er. Verringere die Fermenta- tionszeit das nächste Mal einfach etwas, damit dein Kombucha nicht so sauer wird. Du kannst ihn während der Fermentation immer mal wieder mit einem sauberen Strohhalm probieren, so kannst du immer auf dem aktuellen Stand bleiben, was den Säuregehalt angeht. Und wenn er bereits sehr sauer ist? Dann kannst du ihn mit Wasser, Saft oder Tee verdünnen und als leckere Schorle genießen. Oder du nutzt den Kombucha als lebendigen Essig z.B. in einem knackigen Salat.
  2. Mein Kombucha schmeckt mir zu bitter. Woran liegt das?

    Der Grund hierfür ist meist der Tee. Lasse den Tee nicht länger als acht Minuten ziehen und koche ihn nicht, sondern übergieße ihn lediglich mit kochend heißem Wasser. Nach dem Ziehen solltest du den Tee nicht ausdrücken, da dann bittere Tannine austreten. Wir empfehlen außerdem Teesorten mit wenig Bitterstoffen.


    3. Was mache ich, wenn sich Kahmhefe bildet?

Auf der Oberfläche des Kombucha-Ansatzes hat sich ein weißlicher, spinnen- netzartiger, pudriger und/oder faltiger Belag gebildet? Das ist die sogenannte Kahmhefe (kein Schimmel!) Sie kann sich entwickeln, wenn die Kombucha-Mi- kroben geschwächt sind. Kahmhefe bildet sich meist auf der Flüssigkeitsober- fläche, wenn dein Scoby noch in der Entwicklungsphase ist oder dein fertiger Scoby abgesunken ist. Kahmhefe ist harmlos, aber eigentlich kein Bestandteil des Kombuchas und kein gern gesehener Gast. Gegen Kahmhefe kannst du folgende Dinge unternehmen:

  • Entferne die Kahmhefe möglichst vollständig mit einem sauberen Löffel und gib den Kombucha-Ansatz in ein sauberes Gefäß bzw. zurück in dein Glas, sobald du es gründlich gereinigt hast.
  • Der Ansatz sollte warm stehen, mindestens 22 Grad. So bildet sich der Scoby am besten und setzt sich gegen die Kahmhefe durch.
  • Überprüfe das Haltbarkeitsdatum deiner Ansatzflüssigkeit. Wurde die Flüssigkeit kühl gelagert?
  • Falls die Kahmhefe immer wieder das Kommando übernimmt, musst du leider einen neuen Ansatz mit frischer Ansatzflüssigkeit herstellen.

 

  1. Ist es Kahmhefe oder Schimmel? Woran erkenne ich den Unterschied?

Während Kahmhefe deinen Ansatz nicht zerstört, hilft bei Schimmel nur noch entsorgen. Im Gegensatz zu der faltigen, pudrigen Oberfläche der Kahmhefe ist Schimmel pelzig und breitet sich fleckenartig aus. Die Flecken können weiß sein, werden später aber dunkler oder sogar schwarz. Zum Glück kommt es nicht sehr häufig vor, dass Kombucha schimmelt. Übrigens: Dunklere Scoby-Klümpchen oder braune Hefeschlieren sind kein Schimmel, sondern ganz normale Bestandteile deines Kombuchas.

 

  1. Wie lange ist der fertige Kombucha haltbar?

Nachdem du deinen Kombucha abgefüllt hast, solltest du ihn grundsätzlich kühl lagern. Das kann im Kühlschrank geschehen, dort gelagert ist er ein bis zwei Monate lang haltbar. Trotz der Kühlung setzt sich der Fermentationspro- zess im fertigen Kombucha jedoch weiter fort, nur langsamer. Je länger die Lagerung anhält, desto saurer wird das Getränk.

  1. Mein Scoby ist abgesunken, und jetzt?

Das ist völlig in Ordnung. Dein Scoby verrichtet seine Arbeit sowohl auf als auch unter der Oberfläche deines Ansatzes. Ist dein Scoby abgesunken, wird sich an der Oberfläche höchstwahrscheinlich ein weiterer bilden.

  1. Darf ich Kombucha in der Schwangerschaft trinken?

Das Getränk kann bis zu 0,5% Alkohol enthalten, das ist nicht mehr als eine reife Banane enthält. Trotzdem raten wir vom Genuss während der Schwangerschaft ab.

  1. Wie stelle ich einen neuen Kombucha-Ansatz aus einem vorhandenen her?

Ganz einfach: Von deinem fertigen Kombucha zapfst du einfach wieder 300 ml ab und verwendest diese als Starterflüssigkeit für deinen nächsten Ansatz.

  1. Was mache ich mit meinem Scoby, wenn ich in den Urlaub fahre?

Lagere deinen Scoby in ausreichend Starterflüssigkeit für deinen nächsten Ansatz im Schraubglas, verschließe dieses und stelle es in den Kühlschrank. Durch die Kälte verlangsamt sich der Gärprozess und du kannst deinen Scoby sogar für mehrere Monate aufbewahren. Wichtig ist, dass dein Scoby nicht austrocknet. Das Aktivieren des Scobys dauert nach der Lagerung etwas län- ger und die ersten zwei bis drei Ansätze ist die Kultur etwas langsamer beim Gärprozess.

Wir hoffen, dass dir diese Fragen und vor allem ihre Antworten weitergeholfen haben! Last but not least haben wir für dich passend zum Thema „Do it yourself“ ein paar leckere Rezepte zusammengestellt, die du direkt mit deinem selbstgemachten Kombucha ausprobieren kannst.

 

 

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Marleen Meffert

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